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Private Clients – Q&A zum Steuerrecht

Deutschland ist für vermögende Privatpersonen, Unternehmerfamilien und internationale Investoren ein rechtlich komplexer, aber wirtschaftlich bedeutender Standort. Das jährlich erscheinende Q&A "ICLG Private Clients" erläutert die wichtigsten Aspekte zum deutschen Steuerrecht, die erbschaft- und schenkungsteuerlichen Rahmenbedingungen sowie zentrale Fragen der Vermögens- und Nachfolgeplanung bei nationalen und grenzüberschreitenden Sachverhalten.

Tax

von Dr. Katharina Hemmen, POELLATH, Dr. Andreas Richter, POELLATH
10. Februar 2026
  • Schenkungsteuer
  • Meldepflichten
  • Wegzugsbesteuerung
  • Trust
  • Stiftungsrecht
  • Erbschaftsteuerrecht
  • Transparenzregister
  • Nachfolgeplanung
Private Clients, Steuerrecht, Wegzugsbesteuerung, Meldepflichten, Erbschaft- und Schenkungsteuer
Quelle: Simon Dannhauer/AdobeStock

Steuerliche Ansässigkeit in Deutschland – Wann entsteht Steuerpflicht?

Ein zentraler Fokus liegt auf der steuerlichen Ansässigkeit. Maßgeblich für die unbeschränkte Steuerpflicht sind Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland. Sobald diese Kriterien erfüllt sind, unterliegt das weltweite Einkommen der deutschen Einkommensteuer – einschließlich Kapitalerträgen und Beteiligungseinkünften.

Erbschaft- und Schenkungsteuer – Freibeträge, Steuersätze, Gestaltungsspielräume

Ausführlich behandelt wird die Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland. Dargestellt werden:

  • persönliche Freibeträge für Ehegatten und Kinder,
  • Steuersätze von 7% bis 50% abhängig vom Verwandtschaftsgrad,
  • die Bedeutung des Pflichtteilsrechts im deutschen Erbrecht.

Für internationale Familien besonders relevant: Die Steuerpflicht kann bereits entstehen, wenn entweder Erblasser oder Erwerber in Deutschland ansässig ist.

Trusts und Stiftungen – Besonderheiten im deutschen Steuerrecht

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Trusts und Stiftungen. Da Trusts im deutschen Zivilrecht nicht anerkannt sind, können Zurechnungsbesteuerung, Schenkungs- oder Erbschaftsteuerfolgen sowie laufende Einkommensteuerbelastungen entstehen. Der Bericht zeigt auf, unter welchen Voraussetzungen ausländische Strukturen als transparent oder intransparent behandelt werden und welche Risiken sich daraus ergeben.

Wegzugsbesteuerung und Zuzugsplanung

Für international mobile Mandanten ist die Wegzugsbesteuerung ein zentrales Thema. Der Länderbericht erläutert, wann stille Reserven in Unternehmensbeteiligungen besteuert werden und welche Verschärfungen zuletzt umgesetzt wurden. Gleichzeitig werden Gestaltungsoptionen vor einem Zuzug nach Deutschland aufgezeigt, etwa im Hinblick auf Vermögensübertragungen, Realisierung von Kapitalgewinnen oder die Strukturierung von Beteiligungen.

Transparenz, Meldepflichten und internationaler Informationsaustausch

Abgerundet wird der Überblick durch die zunehmenden Melde- und Transparenzpflichten: Transparenzregister, DAC-6-Meldepflichten, automatischer Informationsaustausch (CRS, FATCA) sowie neue Anforderungen im Bereich digitaler Vermögenswerte. Diese Entwicklungen erhöhen den Compliance-Aufwand für Private Clients erheblich.

Ausblick – Attraktivität Deutschlands für vermögende Privatpersonen

Abschließend analysiert der Bericht die zukünftige Entwicklung Deutschlands als Standort für vermögende Privatpersonen. Hohe Steuerbelastung und Bürokratie stehen politischen Reformzielen gegenüber, die auf eine Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts abzielen.

Vollständigen Text lesen (in englisch):
International Comparative Legal Guides_Private Client 2026_Chapter Germany

Quelle: Private Client Laws and Regulations Germany 2026 (erschienen am 14. January 2026)

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Dr. Katharina Hemmen

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