Sogenannte Trusts gehören im anglo-amerikanischen Rechtskreis zum üblichen Repertoire der Vermögensverwaltung und Nachfolgeplanung. Angesichts zunehmender globaler Mobilität gewinnt die rechtliche Beratung im Zusammenhang mit Trusts auch in Deutschland stetig an Bedeutung. Dies führt zu einer Reihe von zivil- und steuerrechtlichen Herausforderungen, denn der deutschen Rechtsordnung sind Trusts als solche unbekannt. Es bedarf folglich einer Einordnung nach nationalem Recht. Aus steuerlicher Sicht bereitet insbesondere die Einordnung des Trusts regelmäßig Schwierigkeiten. Da dies jedoch die maßgebliche „Weichenstellung“ für die steuerliche Behandlung ist und sich hierzu eine reichhaltige finanzgerichtliche Kasuistik entwickelt hat, sollen im Folgenden die Kriterien zur steuerlichen Qualifikation von Trusts erläutert werden. mehr…
Steuern Aktuell – Alles Wichtige auf einen Blick
Urteile, Gesetzesänderungen, relevante Neuregelungen – Alles, was im Steuerrecht wichtig ist, behalten unsere Expertinnen und Experten für Sie im Blick. . mehr…
Nachfolge trifft Krise – Wenn die Erbschaftsteuer zum Sanierungsblocker wird
Im W&P Executive Dialogs „Nachfolge trifft Krise“ diskutierten Tobias Jäger und Dr. Jan-Eckhard Wegener (beide POELLATH) mit Volker Riedel und Matthias Müller (beide Dr. Wieselhuber & Partner), warum Erbschaft- und Schenkungssteuer in der Unternehmenskrise zum echten Sanierungsblocker werden kann – und welche Sanierungsmaßnahmen steuerliche Fallstricke auslösen können. . mehr…
„In guten Händen“ – Wie das Familiy Office Mensch und Kapital in Einklang bringt
Familienunternehmen haben in Deutschland eine lange Tradition. Die hiermit verbundenen Herausforderungen für die Rechts- und Steuerberatung gleichen sich jedoch über Ländergrenzen hinweg: Wo Werte auch jenseits des Geldes im Mittelpunkt stehen, ist die Familie im dynastischen Unternehmen sowohl das Fundament als auch der größte Erfolgsfaktor für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. In seinem jüngsten Buch „In guten Händen“ führt Bankier und Familienberater Philippe J. Weil anschaulich und praxisnah in fünf Teilen durch die Herausforderungen in der Beratungspraxis eines Family Offices: Von den Grundlagen von Geld und Familie, über Definition und Rolle des Family Offices als Bindeglied, die Vermögensverwaltung, Verfügungen und Verträge innerhalb der Familie bis zu Beratung und Mentoring ist das Werk zugleich Erfahrungsbericht und Praxisleitfaden. Eine Rezension von PE Magazin-Autor Dr. Andreas Richter. . mehr…
Private Clients – Steuerliche Gestaltung der Unternehmensnachfolge
Die steueroptimierte Übertragung von Unternehmensanteilen zählt zu den zentralen Herausforderungen jeder Nachfolgeplanung – und entscheidet maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg des Generationenwechsels. Vor dem Hintergrund politischer Reformdiskussionen und eines weiterhin erwarteten Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer steht für viele Unternehmerfamilien fest: Wer Gestaltungsspielräume nutzen möchte, muss rechtzeitig planen. mehr…
Investitionen im europäischen Verteidigungssektor
Europa erlebt einen sicherheitspolitischen Paradigmenwechsel – mit gravierenden Konsequenzen weit über die Rüstungsbranche hinaus. Der folgende Beitrag analysiert, wie die strategische Neuausrichtung der europäischen Verteidigungspolitik Investorenperspektiven verändert, die Kapitalmärkte bewegt und die Debatte um nachhaltige Finanzregulierung neu entfacht. . mehr…
Die Zinsschranke im Kontext von Private Equity Fonds
Die Zinsschranke gem. § 4h EStG stellt ein zentrales Instrument des deutschen Ertragsteuerrechts zur Begrenzung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Fremdkapitalzinsen dar. Ihr Zweck liegt darin, das inländische Steuersubstrat vor einer übermäßigen Auszehrung durch Fremdfinanzierung zu schützen und grenzüberschreitende Gestaltungen zu verhindern, bei denen in Deutschland erwirtschaftete Gewinne durch Zinszahlungen ins Ausland verlagert werden. Die Vorschrift ist in der Literatur stark umstritten, da sie das objektive Nettoprinzip, eines der grundlegendsten Prinzipien des deutschen Steuerrechts, einschränkt. Auch der BFH sieht verfassungsrechtliche Bedenken und hat sie dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt – Ein Überblick zur aktuellen Rechtslage. mehr…
Spezialfondsfähigkeit von Anteilen an geschlossenen AIF – Ende gut, alles gut
Im Sommer 2025 stieß die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eine Überarbeitung der OGAW‑Eligible‑Assets‑Richtlinie (Richtlinie 2007/16/EG; „EAR“) an. Darin enthalten waren auch Vorschläge für die Erwerbbarkeit von Anteilen geschlossener alternativer Investmentfonds (AIF) durch Spezial-Investmentfonds i.S.d. § 26 InvStG. Mit dem Inkrafttreten des Standortfördergesetzes am 10.02.2026 und den darin vorgenommenen Änderungen des Katalogs erwerbbarer Vermögensgegenstände eines Spezial-Investmentfonds haben sich zahlreiche der seinerzeit adressierten Problemfelder inzwischen entschärft. Dieser Beitrag fasst die bisherigen Probleme bei der Spezialfondsfähigkeit geschlossener Fondsanteile zusammen und stellt die nunmehr geltende Rechtslage für Spezial‑Investmentfonds dar. Ergänzend wird auf die korrespondierenden Änderungen im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) eingegangen, weil Spezial‑Investmentfonds aufsichtsrechtlich häufig zugleich als inländische offene Spezial‑AIF mit festen Anlagebedingungen zu qualifizieren sind und insoweit zusätzlich den Vorgaben zu den erwerbbaren Vermögensgegenständen nach § 284 KAGB unterliegen. mehr…
Infrastrukturinvestments 2026 – Die wichtigsten Updates
Im Rahmen des diesjährigen Global Infrastructure Summit in Berlin lud POELLATH am 24. März zum „Infrastructure 2026“-Event ein. In drei inhaltlich aufeinander aufbauenden Panels diskutierten POELLATH‑Expertinnen und ‑Experten gemeinsam mit externen Gästen aus Politik, Fondsmanagement, Finanzierung und Projektentwicklung die zentralen Herausforderungen für Infrastrukturinvestments in Deutschland. Im Mittelpunkt stand weniger die Diagnose – der Investitionsstau ist unbestritten – als vielmehr die Frage, warum trotz Sondervermögen, Deutschlandfonds und wachsender Investorennachfrage weiterhin zu wenige investierbare Projekte entstehen. Die Diskussionen machten deutlich: Das Problem liegt nicht beim Kapital, sondern bei Struktur, Regulierung und Umsetzung. mehr…
Private Equity-Update – Zentrale Erkenntnisse aus dem FCM PE-Survey 2026
Fundraising bleibt anspruchsvoll, operative Wertschöpfung steht im Fokus und Co-Investments entwickeln sich zum strategischen Bindungsinstrument zwischen GPs und LPs: Die FCM PE Survey 2026 zeichnet ein differenziertes Bild der aktuellen Private Equity-Landschaft. Die Studie basiert auf 247 Rückmeldungen von Fondsmanagern, überwiegend aus Europa und Nordamerika. Rund 70% der Teilnehmer sind Partner oder Managing Directors und damit direkt in Investmententscheidungen eingebunden. Der Fokus liegt – wie auch in den Vorjahren – klar auf dem Small- und Mid-Cap-Segment, das als besonders aussagekräftig für strukturelle Markttrends gilt. Im Gespräch mit Dr. Robert Eberius (Associated Partner, POELLATH) ordnen Sebastian Osing (Founder & Managing Director), Dr. Sören Paleit (Managing Director) und Thi La Nguyen (Associate, alle FCM Frederic Capital Management) die wichtigsten Ergebnisse ein. mehr…
Neues EU-Geldwäschepaket und die Folgen für Stiftungen und Trusts sowie deren Tochtergesellschaften
Bereits heute bestehen umfangreiche Sorgfalts- und Meldepflichten zur Verhinderung der missbräuchlichen Nutzung des Finanzsystems für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Diese sind in Deutschland im Geldwäschegesetz (GwG) normiert und gehen im Wesentlichen auf europäisches Richtlinienrecht zurück. Ab dem 10. Juli 2027 werden die heutigen nationalen Vorschriften zur Geldwäscheprävention weitgehend durch ein europaweit einheitliches Regelungsgefüge ersetzt, dessen Herzstück die EU-Geldwäscheverordnung (Verordnung (EU) 2024/1624 – „GwVO“) bildet. Diese Vereinheitlichung der nationalen Regelungen geht mit einer spürbaren Ausweitung der Sorgfalts- und Meldepflichten einher. mehr…
SaaS im Umbruch – Wie aus Disruption Wertsteigerung wird
Zu Jahresbeginn gingen rund 300 Milliarden US-Dollar an Marktwert bei SaaS-Unternehmen verloren. Doch die sogenannte SaaSpocalypse ist kein konjunkturelles Störfeuer, sondern Ausdruck einer strukturellen Neubewertung. Treiber dieser Entwicklung ist insbesondere Agentic AI, also KI, die nicht nur unterstützt, sondern eigenständig Prozesse ausführt und Entscheidungen umsetzt. In AI Due Diligences zeigt sich: Entscheidend ist, wie tief eine Software in business-kritische Workflows integriert ist und ob sie sich vom unterstützenden Tool zur Instanz operativer Execution entwickelt. Genau hier liegen die zentralen Werthebel für Private Equity. mehr…
Optimierungsvorschläge zum Besteuerungsverfahren in Erbschaft- und Schenkungsteuerfällen
Bei jedem Erbfall und bei Schenkungen, die zu einer Erbschaft- bzw. Schenkungsteuerfestsetzung führen können, ist ein entsprechendes Besteuerungsverfahren mit den jeweils zuständigen Finanzbehörden durchzuführen. Dies erfolgt mittels eines standardisierten und bewährten Verfahrens und läuft, abgesehen von den teilweise äußerst langen Bearbeitungszeiten einzelner Finanzämter, im Regelfall ohne größere Schwierigkeiten. Anders gestaltet sich dies jedoch bei (scheinbar) komplexeren Fällen mit einer Vielzahl von verschiedenen Vermögensgegenständen, insbesondere Beteiligungen an inländischen Gesellschaften und inländischen Immobilien. mehr…
Skin in the Game auf fremde Rechnung? – Zur Bedeutung von anlegerfinanzierten GP Commitments im PE-Markt
Die Kapitalbeteiligung des Fondsmanagers („GP Commitment“) gilt seit jeher als zentrales Instrument zur Interessenangleichung zwischen Managementteam und Anlegern. Wer eigenes Geld riskiert, trifft bessere Entscheidungen – so die Grundannahme. Doch was, wenn dieses Kapital gar nicht vom Fondsmanager selbst stammt? Im angloamerikanischen PE-Markt ist genau das keine Seltenheit mehr: Fondsmanager greifen zunehmend auf Finanzierungsstrukturen zurück, bei denen die wirtschaftliche Last des GP Commitments – zumindest teilweise – auf die Anleger verlagert wird. In Deutschland findet dieses Phänomen bislang kaum Beachtung. Der folgende Beitrag beleuchtet die gängigen Mechanismen, ihre strukturellen Implikationen und die Frage, was Anleger, Manager und Berater hierzulande daraus lernen können. mehr…
Mitarbeiterbeteiligung durch Genussrechte und stille Beteiligungen – BFH konkretisiert geltende Rechtsprechungslinie
Die Frage, ob laufende Einkünfte aus Gewinnbeteiligungen eines Arbeitnehmers im Zusammenhang mit einem Sonderrechtsverhältnis zu seinem Arbeitgeber als Einkünfte i.S.d. § 19 EStG („Arbeitslohn“) oder als solche i.S.d. § 20 EStG („Kapitaleinkünfte“) zu qualifizieren sind, ist seit vielen Jahren Gegenstand der finanzgerichtlichen Rechtsprechung. Maßgeblich für die Abgrenzung ist dabei regelmäßig, ob die Einkünfte „für“ die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers gewährt werden oder „aus“ einer eigenständigen Kapitalanlage resultieren. mehr…














