Im vergangenen Jahr hat die Finanzverwaltung mit Ländererlassen zur grunderwerbsteuerlichen Zurechnung die Immobilienwelt in Panik versetzt: Es sollte eine zusätzliche Grundstückszurechnung (neben der zivilrechtlichen Eigentümergesellschaft) durch die Verwirklichung grunderwerbsteuerlicher Ergänzungstatbestände begründet werden können. Folge waren unbegreifliche Doppelungen ein und desselben Grundstücks in verzweigt gewachsenen Holdingstrukturen – mit der Folge mehrfacher Grunderwerbsteuer bei weiteren Anteilsübertragungen. Der Gesetzgeber will diesen Missstand mit dem Jahressteuergesetz 2024 nun beseitigen. mehr…
Progressionsvorbehalt und Abzugsbeschränkung des § 2a EStG bei DBA-steuerfreien Mieteinkünften aus Drittstaaten
Die Beteiligung von Inländern an ausländischen Immobilien, entweder unmittelbar oder mittelbar, ist gängige Praxis. Eine mittelbare Beteiligung kann hier beispielsweise über das Investment in einen steuerlich transparenten Fonds erfolgen (etwa über vermögensverwaltende Fondsvehikel in der Rechtsform einer Limited Partnership oder einer Luxemburger SCS). Aufgrund entsprechender Regelungen in DBA sind Mieteinkünfte aus ausländischen Immobilien im Inland regelmäßig unter Progressionsvorbehalt steuerfrei gestellt. Sofern natürliche Personen solche steuerfreien Mieteinkünfte aus Drittstaaten (d.h. aus Staaten außerhalb der EU und des EWR) erzielen, stellt sich die Frage, inwieweit die Vorschrift des § 2a EStG zu beachten ist. mehr…
Private Equity & AI – Value Creation 2.0?
Künstliche Intelligenz durchdringt immer mehr Bereiche und wird für viele Unternehmen zum unverzichtbaren Instrument im Wertschöpfungsprozess. Auch unter Private Equity Investoren wird der Einsatz von KI-Tools im Management ihrer Portfoliounternehmen sowie der bei Identifizierung neuer Investitionsmöglichkeiten immer wichtiger. Welche Trends und Strategien vorherrschen und was das für künftige Wertschöpfungsprozesse bedeutet, darüber sprechen PE Magazin-Autor Dr. Tim Junginger und Till Prinz, Partner und Managing Director bei Alvarez & Marsal, in einer neuen Folge unserer Podcastreihe „PE Talk“. mehr…
Follow-up Hamburger Fondsgespräche 2024 – Continuation Fonds im Trend
Continuation Fonds sind in den vergangenen Jahren zu einer etablierten Strategie für Private Equity-Investoren geworden, um bestehende Portfoliounternehmen auch über die übliche Laufzeit eines PE-Fonds hinaus zu halten. Doch nicht immer bieten Continuation Fonds die besten Voraussetzungen, um die Wertschöpfung eines Investments zu steigern. In einer neuen Folge unserer Podcastreihe „PE Talk“ nehmen Dr. Stephan Schade (POELLATH), Thomas Brake (capiton AG) und Dr. Philipp Kühner (Ernst & Young) diese spezialisierte Fondsstruktur genauer unter die Lupe. mehr…
Bundestag beschließt neue Wegzugsteuer auf Anteile an Investmentfonds
Der Bundestag hat am 18. Oktober 2024 im Rahmen seiner Sitzung zum Jahressteuergesetz 2024 der Einführung einer neuen Wegzugsteuer zugestimmt. Vorausgesetzt der Bundesrat stimmt wie erwartet zu, werden auch im Privatvermögen gehaltene Anteile an (Spezial-)Investmentfonds von der Wegzugsteuer erfasst sein. mehr…
Drohende Doppelbesteuerung bei Ausschüttungen aus einem ausländischen Trust
Ausschüttungen aus einem steuerlich intransparenten, ausländischen Familientrust können bei einem in Deutschland steuerlich ansässigen Begünstigten im Einzelfall sowohl der Schenkungsteuer als auch der Einkommensteuer unterliegen. Dies hat das Finanzgericht München kürzlich entschieden und damit die Ausführungen des Bundesfinanzhofs im Wesentlichen bestätigt. mehr…
§ 7 Abs. 8 ErbStG – BFH lässt weiterhin viele Fragen offen
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich jüngst in zwei inhaltsgleichen Revisionsentscheidungen zum Schenkungsteuertatbestand des § 7 Abs. 8 ErbStG geäußert. Nachdem das FG Münster zu einigen praxisrelevanten Fragen bereits Stellung gezogen hat, ist durch die Urteile des BFH nun wieder vieles offen. Ein Überblick von PE Magazin-Autor Dr. Dominik Graf von Armansperg. . mehr…
EU/EWR-Familienstiftungen – Erklärungs- und Anzeigepflichten im Kontext der Escape-Klausel
In der Praxis ist festzustellen, dass bei inländischen Stiftern, Bezugsberechtigten oder Anfallsberechtigten von ausländischen Familienstiftungen häufig Unsicherheiten darüber bestehen, ob und wann eine gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen erforderlich ist. Das Gesetz führt hierzu nur aus, dass die Vorschriften über die gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen für die Hinzurechnungsbesteuerung entsprechend auch für die Einkünfte ausländischer Stiftungen gelten sollen (§ 18 Abs. 4 AStG). Insbesondere dann, wenn Betroffene sich auf die Escape-Klausel für Familienstiftungen mit Geschäftsleitung oder Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des EWR-Abkommens berufen (§ 15 Abs. 6 AStG), ist zu konstatieren, dass dies bisweilen nur eine trügerische Sicherheit vermittelt. mehr…
Quo vadis Fondsstandort Deutschland?
Private Equity-Strukturen im Fokus der Finanzämter, die mögliche Gewerblichkeit in der Vermögensverwaltung sowie die steuerliche Behandlung ausländischer PE-Investments – in einer neuen Folge unserer Podcast-Reihe „PE Talk“ nehmen die Fondsexperten Dr. Peter Bujotzek und Amos Veith die aktuellen Entwicklungen am Fondsstandort Deutschland in den Blick. mehr…
Das Bewusstsein der Unentgeltlichkeit als subjektives Tatbestandsmerkmal von § 7 Abs. 8 ErbStG
Mit Urteil vom 23.05.2024 – 3 K 2585/21 Erb, das am 01.08.2024 veröffentlicht wurde, hat das FG Münster das Erfordernis eines subjektiven Merkmals zur Erfüllung des Schenkungsteuertatbestands gemäß § 7 Abs. 8 ErbStG bejaht. Der Steuertatbestand einer „Werterhöhung von Anteilen“ an Kapitalgesellschaften nach § 7 Abs. 8 ErbStG verlangt demnach als Korrektiv des überschießenden Gesetzeswortlauts ein subjektives Merkmal im Sinne eines Bewusstseins der (Teil-)Unentgeltlichkeit der Leistung an die Kapitalgesellschaft. . mehr…
Aktuelle Entwicklungen in der Fondsbesteuerung
Die neuen Regelungen zur Umsatzsteuerbefreiung auf die Fondsverwaltung und die daraus resultierenden Rechtsfolgen für die Branche war eines der Top-Themen der MUPET 2024. Aber auch die Hinzurechnungsbesteuerung bleibt für die Marktteilnehmer relevant. In einer neuen Folge unserer Podcast-Reihe „PE Talk“ geben Ronald Buge und Dr. André Blischke einen Überblick über die wichtigsten Aspekte im Investmentsteuerrecht. mehr…
§ 1 Abs. 3d AStG – Verschärfung bei grenzüberschreitenden Finanzierungsbeziehungen und die Folgen für Investmentstrukturen
Im Rahmen des Wachstumschancengesetzes hat der Gesetzgeber mit § 1 Abs. 3d AStG eine eigenständige Regelung für die Bestimmung von Verrechnungspreisen für grenzüberschreitende, gruppeninterne Finanzierungsbeziehungen eingeführt. Was das für bestehende Investmentstrukturen bedeutet, lesen Sie hier. mehr…
Fondsstandort Deutschland – Quo vadis?
Private Equity-Strukturen im Fokus der Finanzämter, die mögliche Gewerblichkeit in der Vermögensverwaltung sowie die steuerliche Behandlung ausländischer PE-Investments – im Rahmen der MUPET 2024 nahmen die Fondsexperten Dr. Peter Bujotzek und Amos Veith die aktuellen Entwicklungen am Fondsstandort Deutschland in den Blick. . mehr…
Potentielle schenkungsteuerliche Erleichterungen bei gesellschaftsrechtlichen Einlagevorgängen
Mit aktuellem Urteil vom 23.05.2024, das am 01.08.2024 veröffentlicht wurde, hat das Finanzgericht Münster das Erfordernis eines subjektiven Merkmals zur Erfüllung des Schenkungsteuertatbestands gem. § 7 Abs. 8 ErbStG bejaht. mehr…
Die geplante Anzeigepflicht für inländische Steuergestaltungen und die Folgen für deutsche Fonds
Die Bundesregierung bringt die Mitteilungspflicht für innerstaatliche Steuergestaltungen zurück auf die steuerpolitische Agenda. Wie sich das auf deutsche Fonds auswirken würde, hat sich PE Magazin-Autor Dr. Enzo Biagi genauer angeschaut. mehr…